Bevölkerung

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Das Gebiet, was wir heute als Guatemala kennen, war Kernsiedlungsgebiet der Maya, einer Hochkultur, welche ihre Hochblüte um das 8. Jh. erlebte. Heute leben in Guatemala 23 verschiedene Mayaethnien, jede mit ihrer eigenen Sprache und Tradition. 60% der Bevölkerung Guatemalas zählen zu den indigenen Volksgruppen, die anderen 40% sind "Ladinos", mit spanischer und indigener Abstammung, sowie Garífunas und Xinca. Im Department Alta Verapaz leben hauptsächlich Maya Q'eqchi' Indígenas.

In der Nachbarschaft des Naturschutzgebietes Chelemhá leben etwa 120 Q'eqchi' Familien in traditionellen Streusiedlungen. Die einfachen Hütten werden aus lokalen Materialien errichtet. Stämme von Baumfarnen werden als Eckpfeiler genutzt, da sie ein natürliches Fungizid enthalten und daher besonders verrottungsfest sind. Für die Wände werden Bretter oder längsgespaltene Stämme verwendet, welche aufrecht aneinandergestellt und mit einer besonders reißfesten Liane verbunden werden. Das Dach wird mit Bulten einer in der Sekundärvegetation häufigen Großsegge (Carex sp.) gedeckt. Der Rauch der offenen Feuerstelle im Haus imprägniert das Dach, welches so bis zu 10 Jahre hält.

Mais und Feuerbohnen werden im traditionellen Brandrodungsfeldbau angebaut. Aufgrund des rauen Klimas in Chelemhá ist die Quantität der Maisernte sehr begrenzt, und reicht kaum für die ganzjährige Versorgung der Familien. Daher gehen viele Familienväter und Söhne über mehrere Wochen zum Teil in weit entfernte Gebiete zur Kaffee- und Kardamom-Ernte, zum Zuckerrohrschneiden, zur Bananenernte oder anderen Massenproduktionen, um das notwendige Geld für die Familienversorgung zu verdienen.

Durch die laufenden Naturschutzaktivitäten werden alternative Arbeitsplätze vor Ort geschaffen, was den Bewohnern von Chelemhá die Arbeitssuche und das lange Fernbleiben von den Familien erspart.

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